Aussichtsturm und Turmwirtschaft
Liestals Aussichtsturm auf dem Schleifenberg wurde 1900 erstellt. Die Stahlbaute mit sechs Etagen und 150 Treppenstufen ersetzte den früheren Holzturm mit Baujahr 1891, der einem Brand zum Opfer gefallen war. 1891 war auch das Gründungsjahr des Verkehrs- und Verschönerungsvereins, heute Liestal Tourismus. Der Verein ist Bauherrin und Eigentümerin des Turms. Der Eintritt zum Turm kostet 50 Rappen.
Am Fuss des Turm befindet sich die Turmwirtschaft. Sie wird jeden Sonn- und Feiertag von freiwilligen Wirteteams geöffnet. Ist die Turmwirtschaft offen, weht die Flagge auf dem Turm.
Hotel Engel
Das heutige Hotel Engel ist in den Geschichtsbüchern schon 1697 erwähnt als «Meyen-Wirtschaft zum Engel». 1800 wurde es als «Taverne zum Engel» neu erbaut. Während den Trennungswirren von Stadt und Land Basel wirkte hier der «Freiheitswirt und General» Johann Jakob Buser.
Restaurant Neuhaus
Stilvolles Barockhaus, um 1740 erbaut. Das Restaurant Neuhaus war lange ein angesehenes gepflegtes Restaurant mit gutbürgerlicher Küche.
Alte Braue
Das spätbarocke Gebäude wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts erbaut. Es ist das Geburtshaus des Dichters und Nobelpreisträgers Carl Spitteler (1845–1924), welcher als einziger Schweizer 1919 den Nobelpreis für Literatur erhalten hat. Mehr Informationen zu Carl Spitteler im Dichter:innen- und Stadtmuseum an der Rathausstrasse: www.distl.ch
Bauernkriegsmerkmal
Der 1904 errichtete Obelisk erinnert an die sieben durch die Obrigkeit in Basel auserwählten Rädelsführer aus dem Bauernkrieg, die am 24. Juli 1653 in Basel hingerichtet wurden. Er stand ursprünglich an der Burgstrasse neben dem Hotel Engel und wurde nach dem Umbau der Kaserne auf deren Wiese aufgestellt.
Palazzo
Das heutige Palazzo wurde 1891-92 als Post- und Telegraphengebäude nach den Plänen von Hans Wilhelm Auer, dem Architekten des Bundeshauses in Bern, erbaut. Ein kubisch klarer Palazzo mit Walmdach als Zeuge schweizerischer Neurenaissance der Semperschule. Heute beherbergt es die Kunsthalle Palazzo Liestal, das Kino Sputnik, die Kleinkunstbühne Palazzo sowie ein Restaurant.
Gerichtsgebäude
Für die Gemeinde Liestal als Orisschulhaus 1853-54 erbaut und 1873-75 erweitert. 1914 vom Kanton erworben und 1919-20 zum Gerichtsgebäude für das kantonale Obergericht, das Bezirksgericht Liestal und die Kantonsbibliothek umgebaut. Heute ist es der Sitz des Kantonsgerichtes.
Herwegh-Denkmal
Georg Herwegh 1817-1875 war ein sozialistisch-revolutionärer deutscher Dichter, der 1839 in die Schweiz fliehen musste und im jungen Kanton Baselland das Bürgerrecht erhielt. Sein Nachlass und jener seiner Frau Emma befinden sich im Dichter:innen- und Stadtmuseum Liestal. Das Portraitrelief in Marmor auf einer Felsgruppe aus dem Gotthardgebiet wurde 1904 eingeweiht.
Kantonsbibliothek
Das Gebäude wurde 1924 als Weinlagerhaus errichtet. Von 2003 bis 2005 erfolgte der Umbau zur heutigen Kantonsbibliothek, der modernsten Bibliothek der Schweiz. Mit dem Umbau hat das alte Weinlagerhaus eine formale Transformation erfahren; eine Laterne überhöht die ursprüngliche Dachform.
Katholische Kirche
Anstelle der neugotischen Kirche wurde 1960 die neue Bruder Klaus Kirche errichtet. Sie ist ein Werk des Zürcher Architekten Fritz Metzger (1898 – 1973), der in der Fachwelt als einer der bedeutendsten Kirchenarchitekten des 20. Jahrhunderts in Europa gilt. Von weitem sichtbar ist der frei stehenden Glockenturm an der Südwestecke des Kirchhofes.
Villa Gauss
Diese Parkvilla wurde für den Ständerat Martin Birmann 1864-66 erbaut; später diente sie als Wohnsitz seines Schwiegersohnes Karl Gauss, Pfarrer und Historiker und seiner Familie.
Berri-Gut
1768 nach Plan von Samuel Werenfels erbauter Landsitz für den Basler Industriellen Samuel Rhyner im Stile der französichen Schlossarchitektur des 17. Jahrhunderts. 1862 im Besitze von Isaak Berri, seither Berri-Gut genannt.
Prometheus und die Seele – Spitteler-Denkmal
Die Skulptur «Prometheus und die Seele» im Park neben dem Berri-Gut hat der Schweizer Bildhauer August Suter von 1926 bis 1931 erschaffen. Sie ist dem Dichter Carl Spitteler gewidmet, welcher 1845 in Liestal geboren wurde und 1919 als einziger Schweizer den Nobelpreis für Literatur erhalten hat.
Villa Scholer
Das spätklassizistische Herrschaftshaus wurde um 1840 für den ersten Landschreiber des Kantons, Johann Jakob Hug, erbaut. 1889 hat es der Bandfabrikant Heinrich Scholer erworben. Heute ist hier eine Dienststelle der Baudirektion untergebracht. Es ist umgeben von einer schönen Parkanlage mit Tuffsteingruppe.
Feldmühle
Bereits um 1300 stand hier in der direkten Umgebung des Kantonsspitals eine Feldmühle. Das Gebäude wurde 1588 als Säge neu erbaut und 1668 zum Landsitz umgebaut. 1957 hat der Kanton das Gebäude erworben. Heute befinden sich darin die Finanzkontrolle und das Spitalpfarramt.
Pfrund
Die Pfrund wurde 1852-1854 erbaut als Kantonsspital. Ein hufeisenförmiger Bau mit Walmdächern, Dachreiter mit Glocke und Uhr im Dreiecksgiebel. Sie diente auch als Heim für ältere geistig beeinträchtigte Menschen. Zurzeit wird eine neue Nutzung für die grosse Baute gesucht.
Munzach
Der römische Gutshof von Munzach (1.-3. Jh. n.Chr.) gehörte zu den grossen Landgütern im Gebiet um die Koloniestadt Augusta Raurica und spielte bei deren Versorgung eine wichtige Rolle. In den Ruinen orientiert eine Tafel über die Geschichte und teilweise sensationellen Funde der villa rustica (s. auch www.villamunzach.ch)
Bad Schauenburg
In der Mitte des 17. Jahrhunderts wurde auf dem Gutshof unterhalb der Schauenburg ein Bad eingerichtet und mit Wasser aus einer Quelle gespiesen, das salpetrige Kalkerde führte. Im 18. und 19. Jahrhundert lief im Bad Schauenburg ein reger Bade- und Kurbetrieb. Heute ist das geschützte Baudenkmal ein Seminarhotel mit einer kulinarisch hochstehenden Küche.
Burghalde
Die heute sichtbare Befestigung stammt aus dem 10. Jahrhundert und war vermutlich nur kurze Zeit bewohnt. Sie umfasst eine Kernburg mit einer Burgkapelle und eine grosse ummauerte Vorburg, die als Fluchtburg für die Bewohner des damals noch ungeschützten Fleckens Liestal gedient haben könnte.
Römische Wasserleitung
Die römischen Siedler haben Ergolzwasser von Lausen durch einen unterirdischen Kanal nach Augusta Raurica geleitet. Im Heidenloch und im Weideli sind Leitungsstücke freigelegt und zu besichtigen.
Siehe dazu auch den Flyer der Archäologie BL
Staatsarchiv
Das Staatsarchiv ist das Gedächtnis des Kantons Basel-Landschaft. Hier befinden sich Unterlagen zur Kantonsgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Der Erweiterungsbau des ursprünglichen Archivgebäudes durch die Zürcher Architekten EM2N erhielt die Auszeichnung guter Bauten.
Mehr zum Staatsarchiv: www.staatsarchiv.bl.ch
Tierpark Weihermätteli
Der Tierpark Weihermätteli im Areal der Psychiatrischen Klinik ist ein beliebter Naherholungsort für Jung und Alt. Auf einer Fläche von vier Hektaren leben mehr als 20 verschiedene Tierarten. Der Park ist öffentlich zugänglich und unentgeltlich. Spielplätze, Streichelgehege und Ponyreiten gehören zu den besonderen Attraktionen für Kinder.
Friedenslinde
Die Friedenslinde steht rechterhand der Strasse zum Seltisberg beim Wetterkreuz oberhalb des Reservoirs Burg. Am 8. Mai 1945 haben 800 Schülerinnen und Schülern mit ihren Lehrern und Angehörigen den jungen Baum gepflanzt. Jedes Kind brachte eine Handvoll Erde von daheim mit. Buben schleppten Körbe mit Brieftauben. Aus Freude und Dankbarkeit über das Ende des Krieges, aus Freude und Dankbarkeit über den Frieden.
80 Jahre später, am 8. Mai 2026 stellte Liestal Tourismus eine Ruhebank zur Linde. Sie wurde gestiftet von Käthi und Mario Studer-Stalder aus Liestal.
